Donnerstag, 30. April 2009

Der Umbau des Soligor 30 DA

Hallo,

Hinweis:
Vor dem Umbau ist der Blitz zu entlanden (abblitzen lassen) und die Batterien sind zu entfernen.

Hier ein paar Infos zum Umbau des Soligor 30 DA, um seine Blitzleistung stufenlos einstellen zu können.

Der 30 DA ist schon ein älteres Modell, von daher ist er teilweise sehr günstig im Ebay zu bekommen, ich habe meinen für gerade mal 3,50 € zuzüglich Porto ersteigert. Ein Vorteil an ihm ist die niedrige Auslösespannung, welche nur 5 bis 6 Volt beträgt. Er hat einen Zoom-Reflektor der mit der Hand von 35-85 mm verstellt werden kann, mit der Streuscheibe hat er eine Brennweite von 28 mm.
Vorne besitzt er einen Fotowiderstand, dieser Widerstand verändert sich mit dem Licht und regelt seine Automatik, je dunkler umso größer wird dieser Widerstand, im Dunkeln erreicht er ca. 192 kOhm, die Automatik lässt ihn dann mit voller Leistung blitzen.

Der Umbau:
Man muss unten am Blitzfuss die 4 kleinen Schrauben lösen, und seitlich jeweils die 2 kleinen Schrauben an den runden Teilen des Gelenkes des Blitzkopfes. Im Batteriefach müssen noch die Aufkleber durchtrennt werden, da diese die beiden Gehäuseteile miteinander verbinden. Danach kann die Oberseite abgehoben werden. Die beiden runden Teile des Gelenkes haben je 2 Nasen welche in den beiden Gehäusehälften sitzen, am Besten mit einem flachen Gegenstand an unteren Ende etwas nach oben hebeln und diese Nasen aus den Gehäuseteilen heben, da die beiden Gehäusteile dadurch verbunden sind.

Zerlegt sieht der Blitz dann folgendermassen aus:


Hier ist der Fotowiderstand zu sehen, unten ist er mit 2 Kontakten direkt auf der Platine verlötet. Dieser Widerstand muss ausgelötet werden. Hier wird dann das Potentiometer angeschlossen.



Das sind die benötigten Teile, ein Potentiometer mit mindestens 200 kOhm (lin), das Gehäuse, und das Kabel, wenn man möchte mit Steckverbindung (hier Cinchverbindung).



Zusammengebaut sieht es dann folgendermassen aus, anstatt des Fotowiderstandes hängt einfach das Potentiometer an den Lötstellen des Fotowiderstandes, man kann den Widerstand nun stufenlos einstellen und die Blitzleistung ist stufenlos regelbar, fertig. Man könnte das Potentiometer auch direkt auf die Vorderseite des Blitzes bauen, ich habe aber die Kabelverbindung gewählt, falls man ihn auf einem Stativ verwenden will. Drehknöpfe gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, je nach Geschmack.



Hier ein Bild, fertig aufgebaut auf einem Stativ, die Regelung ist seitlich mit einem Klettband befestigt, ausgelöst wird er per Funk über die Kontakte im Blitzfuss.



Hier noch mein selbstgebauter Snoot mit (Caipirinha-) Strohhalmen vom Kik, Kostenpunkt 1 € plus Pappe und Folie:




Ich hoffe ich habe Euch ein paar Anregungen gegeben, mit dieser Methode lassen sich im Grunde alle Blitze umbauen, welche mit so einem lichtempfindlichen Widerstand arbeiten, man muss dieses Bauteil nur auslöten und den Widerstand ohne Licht messen und sich ein passendes Potentiometer besorgen und einlöten.

Kommentare:

  1. Hallo, ich habe mir selber gleiches Model gekauft.
    Ich möchte es auch umbauen wie hier erklärt. Allerdings, mich interessiert, wie soll man den Blitz einstellen, wenn man ihn auf diese Weise benutzt. Auf manuell, oder automatisch?
    Welchen ISO-wert soll man wählen, usw.

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  2. Hi Matthias,

    angeregt durch deinen Post und die Tatsache, dass die Dinger bei ebay wirklich günstig weggehen, habe ich mir einen der Blitze geschossen.

    Muss aber sagen, dass ich enttäuscht bin - das Ding pfeift wie verrückt, braucht ewig, um zu laden und die Bereitschaftsanzeige ist nur wenig aussagekraeftig - wenn er keine Lust hat, löst er auch nicht aus. Ich habe den Umbau mal gemacht (den Poti aber direkt ins Gehaeuse gesetzt), die Regelung funktioniert auch soweit, aber die beschriebene Auslöseverzögerung nimmt den gesamten Spaß... wie schnell laeuft der Blitz bei Dir?

    Viele Grüße
    Ken

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  3. Hallo Ken, ich besitze den 30DA und muss sagen, dass mit frischen Eneloop Akkus die Bereitschaftszeiten wesentlich länger sind im Vergleich mit einem neuen Canon 430EXII. Hier die Zahlen
    å
    Initale Bereitschaftszeit beim 430EXII: 3s
    BereitschaftsZeit zwischen 2 Blitzen: kleiner 1s

    Beim Soligor 30 DA:
    Initial: 9s
    Zwischen 2 Blitzen: 5s

    Qualität hat seinen Preis :-(

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  4. SUPER !!!
    Das müsste doch bei einem Metz Mecablitz 36CT3 genau so funktionieren ? Dieser "Sensor" ist doch auch nur ein Widerstand oder sehe ich das falsch ?
    Danke für info

    Dan

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  5. Hallo,

    tolles Projekt. Das werde ich auch mal probieren. Könnte man die Ladezeit nicht durch den Anschluss eines Netzteils reduzieren? Dann würde man sich auch das Akkuladen sparen...

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  6. Hallo...

    Ich hätte eine generelle Frage zu dem Soligor 30 DA! Kann ich Ihne ohne Probleme und Bedenken mit meiner Canon EOS 1100d nutzen?
    Die Zündspannung ist doch relativ gering, von daher sollte es doch keine Porbleme geben... Oder habe ich noch einen Aspekt vergessen?
    Über eine Info von Euch würde ich mich sehr freuen!

    LG

    Thomas

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  7. Ich hatte mir den Nachfolger (?) den "42 DA) besorgt. Bei diesem Blitz kann man von Haus aus die Leistung regeln. Aber auch hier habe ich das gleiche Problem wie einer meiner Vorredner: laaahmarschig. Der Blitz ist ganz schön träge. Aber ansonsten ein gutes Arbeitstier.

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